Obwohl das Spiel gegen die Braunschweiger Eintracht erst wie gewöhnlich um 14 Uhr angepfiffen wurde, trieb es zahlreiche Fans des FC Ingolstadts, schon um 9 Uhr, ins beheimatete ESV-Stadion. Da über Nacht gute 15 Zentimeter Neuschnee gefallen waren und wir keine Lust auf eine weitere Spielabsage - des Wetters wegen - im Jahr 2010 hatten.

Wir Fans glänzten besonders beim Einlaufen durch zahlreiche Fahnen, Doppelhalter – die jedoch auch unterm Spiel großteils nahezu durchgeschwenkt bzw. hochgehalten wurden. Der Support war wohl der Beste im Jahr 2010, kann man allerdings immer noch nicht behaupten, dass wir am Limit des Möglichen waren. Der Anhang von Braunschweig machte größtenteils auf halber Strecke kert, da sie wegen den schlechten Wetters nicht rechtzeitig in Ingolstadt angekommen wären. So waren es nur gut 120 Niedersachsen.

 

Auch im Spiel erlebten wir jegliche Jahreszeiten: Von strahlenden Sommer-Sonnenschein in der ersten Halbzeit der zu einer beruhigenden 3:0 Führung durch Top-Torjäger Hartmann (2x) und Leitl (Elfmeter) führte bis hin zum eisigen Schneesturm in Halbzeit zwei.
Hatte man das Geschehen im ersten Durchgang noch klar dominiert und auch in der Höhe verdient geführt, so kam man in der 2. Hälfte wie verwandelt aus der Kabine.

Nach einer verschlafenen Anfangsphase mit einer Mischung aus Leichtsinnigkeit und Arroganz stand es plötzlich nur noch 3:2, was wieder für Spannung sorgte, da Braunschweig das nicht für möglich gehaltene doch noch wahr machen wollte.

Zu passive Schanzer und ein teilweise zweifelhafter Unparteiischer ermöglichten so den Ausgleich zehn Minuten vor Ende.

Auch auf den Support hatte die Mannschaftsleistung einen negativen Einfluss, da viele sich viel zu leicht von den (logischerweise) begeisterten Niedersachsen provozieren ließen und es vorzogen Richtung Gösteblock halbherzig zu pöbeln anstatt die Mannschaft zum Aufbäumen zu schreien. Auch fahnentechnisch schlossen wir nicht an die Leistung der 1. Hälfte an.

Alles in allem ein Spiel mit zwei unterschiedlichen Halbzeiten. Ärgerlich vor allem deswegen, dass durch den Heidenheimer Sieg gegen Osnabrück die Tabellenspitze näher gerückt wäre. Dennoch ist man mit zwei Siegen der Sprung nach oben wieder drin. Dass dazu eine Konstanz über 90 Minuten benötigt wird, ist selbstverständlich.

Erneut negativ vielen zudem die grün-weißen auf, die einem langjährigen Szenemitglied für ein Spiel Stadionverbot erteilten.

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