Nach der Niederlage in Dresden sollte das Spiel gegen Aufstiegskonkurrenten Heidenheim schon ein erstes Endspiel sein, da bei einer Niederlage wohl die Aufstiegsträume zu Ende gewesen wären.
Trotz der Konkurrenz in der Tabelle konnten sich seit dem Hinspiel in Heidenheim recht gute Kontakte entwickeln, sodass man sich mit den Fanatico Boys traf.

Vor dem Spiel wollten wir als Szene nochmals unseren Rückhalt für die Mannschaft demonstrieren, sodass ein Banner mit der Aufschrift „Auf gehts Jungs“ beim Einlauf präsentiert wurde. Die Mannschaft nahm sich diese Botschaft sichtlich zu Herzen, denn sie entwickelte im Laufe der ersten Halbzeit ein starkes Übergewicht, das allerdings durch die verletzungsbedingten Wechsel von Kreativspieler Buchner und Zecke nicht in eine klare Führung umgesetzt werden konnte. Einzig Torjäger Hartmann konnte in der 27. Minute zum 1:0 einschieben, sodass für die 2. Halbzeit noch nichts entschieden war.

 

 

Warum die beiden Teams die offensivstärksten der Liga sind, sollte sich in Hälfte zwei zeigen. Direkt nach Wiederanpfiff konnte Wohlfahrt auf 2:0 erhöhen, doch der Heidenheimer Spann stellte im Gegenzug den alten Abstand wieder her. Nach einer 2:0-Führung waren unsere Schwarz-Roten nun erneut wieder kurz davor eine gute Ausgangslage zu verspielen. Und genauso sollte es kommen: Nach 58 Minuten glich Göhlert mit dem 2:2 aus.
Den Kampf konnte man unserem Team aber dennoch auch heute nicht abschreiben, sodass trotz des Rückschlags Bambara die Truppe von Michi Wiesinger erneut in Front brachte. Nach Keidels gelb-roter Karte (84.) versuchten die Schanzer die knappe Führung dieses mal über die Zeit zu bringen, doch Klarer gelang zwei Minuten vor Ende der erneute Ausgleich. Als sich Heidenheim schon über den Punktgewinn freute, wurde das erneute Aufbäumen der Schanzer mit einem Elfmeter belohnt, den der wiedergenesene Ruprecht zum 4:3-Sieg verwandelte.
Der Jubel darüber war dementsprechend groß. Zum Support lässt sich dieses mal sagen, dass überdurchschnittlich viele zum mitmachen zu animieren waren. Für ein Mittwochabendspiel konnte sich diese Leistung also sehen lassen. Kritik kann einzig am wenig ausgereiften Liedgut geübt werden.

Ein Wiedersehen mit den Heidenheimern nach dem Spiel wurde von der Polizei überschattet, die völlig grundlos auf Szenmitglieder beider Seiten losging und so ein friedliches Ausklingen des Tages verhinderten. Unglaublich mit welcher Unkoordiniertheit und Unwissenheit die Staatsgewalt teilweise in Situationen eingreift, die sie nichts angehen.
Ein positives Ende des Tages konnten aber auch unsere Freunde in grün nicht verhindern.

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