Die letzte Auswärtsfahrt des Jahres sollte gleichzeitig eine ganz wichtige werden: Mit einem Sieg und gleichzeitigem Punktverlust der Braunschweiger Eintracht bei Spitzenreiter Aue war der Sprung auf Relegationsplatz 3 und damit der Aufstieg aus eigener Kraft möglich.
Der sinnlose DFB-Terminierung (1.Mai ohne 3. Liga-Spiele) war es zu verdanken, dass sich nur zwei Busse bereits um 12 Uhr aus Oberbayern auf den Weg nach Hessen machten.


Nach guten 5 Stunden Fahrt kann man schließlich in der Landeshauptstadt an, wo man bereits von einigen Wehener Szeneleuten empfangen wurde, zu denen vor allem die Supporters in der Vergangenheit gute Kontakte aufgebaut hatten.

 


Nachdem wir zügig unsere Zaunfahnen aufgehängt hatten, begannen wir schließlich mit dem Support, der wie schon in der Vergangenheit durch ein Dach über dem Block einiges hergab.


Unser Team verschlief dabei wieder die ersten Minuten, sodass wir wie bereits im letzten Spiel früh in Rückstand gerieten. Doch eine kämpferisch sehr starke Ingolstädter Mannschaft lies sich dadurch nicht beeindrucken und kam postwendend zum Ausgleich durch Stevie Ruprecht. Wer aber gedacht hätte, dass der Aufstiegsaspirant dadurch das Heft in die Hand nehmen würde sah sich getäuscht. Der SV Wehen machte weiter Druck und erhielt nach einem Keidel-Foul einen Strafstoß, den aber unser Keeper Marco Sejna überragend parierte.


Keidel machte seinen Fehler Minuten später mit einem sehenswerten Freistoß-Tor wieder gut und schoss den FCI zwischenzeitlich sogar auf Platz 2. Noch vor der Pause konnte Kapitän Leitel sogar auf 3:1 erhöhen.
Durch den Standortwechsel in der 2. Halbzeit verbesserte sich die Stimmung im Gästeblock nochmals. 90% der Leute waren für den Support zu begeistern und nach Gerbers Doppelpack zum 4:1 und 5:1 kannte die Party kein halten mehr. Von Pogo über Humba bis hin zu „Oh wie ist das schön“ war dabei so ziemlich alles dabei.


Als nach gut einer Stunde Publikumsliebling Michi Wenczel zum Warmlaufen geschickt wurde, wurde er von vielen Fans gefeiert und als dritte Einwechslung lautstark gefordert. Trotz der minutenlangen Gesänge hielt es Trainer Michael Wiesinger aber nicht für nötig den Fans beim Stand von 5:1 diesen Gefallen zu tun und die Verdienste des beliebten Verteidigers zu würdigen. Dies sollte aber der einzige negative Punkt an diesem Abend werden.


Der Sieg geriet auch ohne unser Abwehrass nicht mehr in Gefahr und wurde von den Fans beherzt gefeiert, während sich die Mannschaft eher zurückhaltend zeigte, was allgemein verständlich ist, da das Ziel noch immer nicht erreicht ist. Ein Abklatschen am Zaun wäre aber trotzdem nicht zuviel verlangt gewesen.

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