Zum zweitweitesten Auswärtsspiel der Saison machten sich nur wenige Schanzer auf. Am Ende sollte sogar ein Platz im Neusitzer frei bleiben, mit dem wir (3 BRC-Mitglieder, sowie FB/BRS) uns richtung Hansestadt aufmachten. Um Staus aus dem Weg zu gehen fuhren wir dabei schon um 23 Uhr des Vortages los. Da die Fahrt noch besser als erwartet verlief kamen wir bereits um kurz nach 7 Uhr morgens in Bremen an, nachdem wir zuvor unsere Liste der besuchten MC-Donalds erweitert hatten.

 

Nach einem Frühstückbesuch in einem erneuten Fast-Food-Restaurant begaben wir uns in die Innenstadt, wo wir postwendend auf drei Schanzer-Fans aus Rostock trafen. Nach einer kurzen Sehenswürdigkeitenbesichtigung begaben wir uns zum Bahnhof, wo wir bei einem kühlen Bier auf die Zugfahrer erwarten und die Zeit rumbringen wollte.
Etwa zwei Stunden vor Spielbeginn begaben wir uns schließlich zum Stadion “Platz 11” am Weserstadion. Dort war man scheinbar sogar mit 20 Gästefans schon überfordert, sodass Sicherheitskontrollen oder teilweise sogar Kartenkontrollen ganz flach vielen. Nach einer Stärkung in der Stadionkneipe gings quer durch den Heimblock (!) in den Gästeblock, wo wir letztendlich rund 20 FCI-Fans waren.


Trotz der geringen Anzahl begannen wir mit einem beeindruckenden Support. Ebenso die Mannschaft die einzig in den ersten 10 Minuten Chancen im Minutentakt hatte. Doch mit sinkender Unterstützung lies auch die Überlegenheit unserer Jungs nach, sodass das Spiel immer ausgeglichener wurde und wir teilweise sogar Glück hatten nicht einem Rückstand hinterher laufen zu müssen.
In der zweiten Hälfte bekam man das selbe Bild erneut zu sehen. Konzentriertes taktisches Spiel auf beiden Seiten mit ausgeglichener Chancenanzahl.


Fragwürdig warum unser Trainer Zecke erst so spät bringt und vor allem Mitte der 2. Halbzeit einen defensiven Mittelfeldspieler ins Spiel bringt und einen Stürmer herausnimmt.
Schade dass er uns seinen Hintergedanken nach dem Spiel nicht persönlich sagen konnte, obwohl wir den Wunsch des Gesprächs an unseren Kapitän äußerten. Vermutlich war die Presse einfach wichtiger als die 1500 km gereisten Fans.
Seine Aussage gegenüber ihnen ist allerdings ebenso unverständlich. Unserer Meinung sollte es schon ein Anspruch sein als Aufstiegsaspirant gegen Bremens Amateure zu gewinnen.


Erwähnenswert noch die Werder-Fans, die keinen eigenen Support weisen konnten, stattdessen halbstarke “Ultras” zum Pöbeln zwischen Gästeblock und Getränkestand platzierten, von denen nach dem Spiel weit und breit nichts mehr zu sehen war.
Alles in allem waren wir am Ende 1500 km für ein 0:0 gereist, doch umsonst sicher nicht. Denn: Kein Auswärtsspiel ist umsonst. Und ich denke jeder würde wieder mitfahren.