„Doch du wirst auch zu einem Auswärtsspiel Freitagabend um 18:00 Uhr in Cottbus fahren!“ – hätte mir das jemand noch vor ein paar Jahren gesagt, hätte ich demjenigen erst mal den Vogel gezeigt und ihn für verrückt erklärt. Was damals noch keine Option war, ist jetzt für einige von uns Alltag! Und so machte sich doch der ein oder andere Donaustädter auf nach Cottbus. Doch wo liegt Cottbus überhaupt? Die einen sagen in Brandenburg – die anderen in Polen. Eine genaue Antwort konnten wir leider auch nicht in der Stadt herausfinden, da die Straßennamen sowohl deutsch, als auch polnisch auf den Schildern standen. Was man jedoch sagen kann es ist im Osten.

 

Also machte sich die Sektion „Allesfahrer“ zwischen halb 11 und halb 12 auf gen Osten. Man passierte nach Dresden, Chemnitz oder Zwickau interessante Orte wie „Almosen“ und „Hähnchen“. Nach circa 5 Stunden erreichten wir Cottbus (poln. Chosebuz) und machten uns auf in die Innenstadt, um uns auch kulturell weiterzubilden. Viel zu sehen gab’s eigentlich nicht und so ging es bald darauf weiter zum Stadion der Freundschaft, wo die Einlasskontrollen alles andere als freundschaftlich sind. Bei 20 Gästen mussten sogar Renter Schuhe und Socken ausziehen... Wahnsinn!

Der Gästeblock spärlich gefüllt, was wir wohl „Freitagabend um 18:00 Uhr in Cottbus“(herzlichen Dank liebe DFL) zu verdanken hatten. Lediglich 20 Ingolstädter schafften es bis in den Gästebereich. Dementsprechend viel auch unser Support aus. Die Anhänger des FCEs starteten als Intro mit großen Schwenkern im ganzen Heimstehbereich. Schön anzuschauen und auch die Lautstärke der Gesänge, die sie bis zum 0:1 sangen waren durchaus laut zu vernehmen. Auch die Haupttribüne wurde eingebunden, was man bei uns in Ingolstadt leider noch ganz vermisst. Spätestens nach dem 2 zu 0 für unseren geliebten FCI verflachten die Anfeuerungsrufe der Cottbuser ganz und so ging es auch in die Halbzeitpause. Leitl und Caiuby hatten für die verdiente Pausenführung gesorgt.

Nach dem Wiederanpfiff entglitt unseren Schwarz-Roten auf dem Platz immer das Spiel und es war nur eine Frage der Zeit bis Cottbus den nächsten Schritt machen würde. So kam es dann schließlich auch und unser Freund Nils Petersen (Schenkte uns im Hinspiel in nicht einmal 5 Minuten zwei Tore ein – was uns dann auch den Sieg kosten sollte) schoss den Anschlusstreffer für die Lausitzer. Und mit dem Verlauf des Hinspiels im Hinterkopf, kam bei uns das große Zittern auf.

Glücklicherweise wurde kurz vor Abpfiff der Elfmeter für Energie nicht mehr gegeben und so konnten wir den dritten Auswärtssieg in Folge einfahren. Drei wichtige Punkte gegen den Abstieg!

 

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