Das letzte Heimspiel im Jahr 2011 war geprägt von der Omnipräsenz des Totenkopfs aus St. Pauli, egal ob am Christkindlmarkt, Innenstadt oder am Stadion fand man die Fans vom Kiez. Als Favorit galten selbstredend die Gäste, wohingegen unserer seit neun Spielen sieglosen Mannschaft nur Außenseiterchancen zugerechnet wurden.

Mit Glühwein gestärkt ging es dann mit dem Bus vom Rathausplatz gen Stadion, wo wir, CF und unser Umfeld nach einer hektischen Woche voller Missverständnisse und klärender Gespräche bzgl. des letzten Heimspieles wieder unseren Stammplatz in der Mitte einnahmen, um das Team bestmöglich zu unterstützen.

Mit 8500 Zuschauern war der Sportpark zumindest halbwegs ausgelastet, ohne die knapp 3000 Hamburger hätte aber auch diese Partie wieder eine ernüchternde Kulisse für einen solch attraktiven Gegner geboten.

 

Ungeachtet davon war zumindest die Südtribüne gut besetzt und machte beim Einlauf optisch einen guten Eindruck. Die Gesänge waren in der Vergangenheit mit Sicherheit auch schon mal lauter, aber das geht in Ordnung für die sportliche Situation, bei der es für viele Stadiongänger keinen Grund gibt, das Team zu supporten.

Auf der Gegenseite gab es ein Meer aus kleineren braunen und weißen Fahnen zu sehen und auch sonst war der Block ständig in Bewegung . Kurzum: St. Pauli zeigte (wie erwartet) einen der besten Gastauftritte bisher. Wie mir scheint, ohne einen besonders guten Tag erwischt zu haben. Akustisch mit Sicherheit überlegen, auch wenn nur vereinzelt die Gesänge in die „Süd“ vordrangen und zum Ende hin die Stimmung bei den Mitgereisten bestimmt nicht mehr die Allerbeste war.

Der Grund hierfür: Ein FC St. Pauli in Negativform und ein wiedererstarkter FCI. Abgesehen davon, dass der Siegtreffer zum 1:0 erst relativ spät und zugegebenermaßen etwas glücklich fiel, muss angemerkt sein, wie die Mannen in Rot- Schwarz dagegenhielten und ein Chancenplus erzielten, sodass man in der Tat von einem verdienten Sieg sprechen kann.

Das Tor in der 89. Minute durch Akaichi war eine Befreiung für Spieler, Offizielle und Fans, man spürte wie die Anspannung auf der Südtribüne abfiel und sich in einer gigantischen, stimmungsvollen Explosion entlud.

Mit diesem Sieg zum Rückrundenauftakt sprang man auf den Relegationsplatz und sollte dieses Leistungsniveau gehalten werden, sieht die Zukunft für unseren Fussballclub in der Zweiten Liga gar nicht mehr so düster aus.

Der 18. Spieltag war aus sportlicher Sicht eine Empfehlung an alle Ingolstädter, endlich hinter ihrem Verein zu stehen und am Wochenende öfter den Osten der Schanz einen Besuch abzustatten. Also, auch wenn´s kalt ist, wir sehen uns wieder! Am besten gleich im ersten Heimspiel nach der Winterpause gegen Fortuna!

Nächste Woche reist der FC04 nach Aue und auch im Erzgebirge sind drei Punkte drinnen, wenn wieder alle Fans hinter der Mannschaft stehen und mit ihr eine Einheit bilden.

ZAMHOITN, BURSCH`N!

SOLO FCI!

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