Bayerisches Derby im Sportpark, Oberbayern gegen Franken, Schanzer gegen Kleeblätter, Abstiegskandidat gegen Aufstiegsaspirant. Der Gästemob reiste erneut mit einem Autokorso an und die Gästekurve war sehr gut gefüllt mit rund 2000 Fürthern. Die Vorzeichen auf dem Platz waren klar, gegen den Pokal-Halbfinalisten war man klarer Außenseiter.

Zum Intro gab es von Gästeseite eine Schalparade mit einem Spruchband im Bezug auf das Materialverbot im Gästeblock. Auf Heimseite einige Fahnen und dazu ein Spruchband von SU-Seite mit der Aufschrift "Fußballclub statt Werkself" im Bezug auf die gleichnamige Kampange. Man darf gespannt sein, wie der Verein darauf reagiert. Eine freie Meinungsäußerung darf nicht verboten sein!

 

Supporttechnisch starteten die Fürther sehr gut, bauten aber mit zunehmender Spieldauer mehr und mehr ab, sodass man sie ab der 20. Minuten nur noch selten auf der Südtribüne vernehmen konnte. Die Stimmung auf Heimseite in der ersten Halbzeit eher mittelmäßig, vergleichbar mit dem Spiel auf dem Rasen, das ohne große Höhepunkte mit 0:0 und einem Fürther Chancenplus in die Pause ging.

In Hälfte zwei agierten beide Mannschaften offensiver und kamen auch zu der ein oder anderen Tormöglichkeit. Vor allem Schanzer-Keeper Özcan musste einige male stark parieren. Die Stimmung in U und V wurde immer besser und man merkte, dass etwas drin war gegen den Favoriten. Durch einige fragwürdige Zweikampfbeurteilungen war die Stimmung in diesem Derby ohnehin schon aufgeheizt, als Schiedsrichterin Bibiana S. in der 80. Minute glatt rot für den Ex-Fürther Biliskov wegen groben Foulspiel gab. Fürth dränge im Anschluss in Überzahl auf die Führung, doch gleichzeitig ergaben sich immer wieder Konterchancen für uns, die aber meist zu überhastet vergeben wurden.

In der Nachspielzeit brachte Frau S. dann die Schwarz-Roten um den verdienten Lohn in diesem Kampfspiel, als sie bei einem Foul an Buchner nicht auf den Punkt zeigte. Die ganze Aggression gegen die einzige deutsche "Profi"-Schiedsrichterin entlud sich in den Folgeminuten in beachtlicher Lautstärke von der Südtribüne. Wenn manche nur auch mal so für die Mannschaft schreien würden...

Nachdem Frau S. dann auch noch abpfiff und nicht einen letzten Eckball für die Schanzer spielen ließ finden wir uns nach dem vierten Unendschieden in Folge auf dem vorletzten Tabellenplatz wieder. Umso wichtiger ist es jetzt beim Tabellenletzten am Freitag den Auswärtsfluch zu besiegen.

An letzter Stelle mal wieder ein Dank ins schöne Heidenheim: Wir freuen uns jedes mal über eure Unterstützung!

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