Sonntag 11. März 2012. – Nun sollte es also soweit sein. Das erste Mal in dieser Saison, würde ich mir ein Spiel unseres Fußballclubs ach so „live“ und in HD anschauen müssen. Immer wieder kommt mir unser letztes Auswärtsspiel in Dresden in den Kopf. Samstag, 10.04.2010. Wie uns alle der Anhang der Dresdener fasziniert hatte und unsere Schwarz-Roten auf dem Platz gleichzeitig eingeschüchtert hat. Wie 11 Mäuse, die von Tausenden Katzen umgeben sind. Was für ein Rückschlag, die 2-0 Niederlage für unsere Mission „Aufstieg“ bedeutete.

Jetzt, zwei Jahre später, wäre es also wieder soweit gewesen. Dresden auswärts. Ein Spiel auf das sich wohl jeder gefreut hat, seitdem die Schwarz-Gelben, Osnabrück in der Relegation in die Dritte Liga befördert hatten. Wie gesagt, es wäre wieder soweit gewesen. Hätte uns der DFB nicht einen Strich durch die Rechnung gemacht und uns zum zweiten Mal in dieser Saison auserkoren, für etwas zu büßen, für das wir nichts konnten. Geisterspiel in Dresden. Schon im Vorfeld gab es Geisterkarten zu erwerben, um den Schaden für die SGD nicht zu hoch werden zu lassen. Trotz der offiziellen 0 Zuschauer, waren knapp über 41000 Geister im Stadion.

Die Anfangsphase gehörte auf jeden Fall der SGD. Immer wieder gute Chancen der Hausherren. Lediglich unserer "Nummer 1" hatten wir es zu verdanken, dass es noch 0-0 stand. Unsere Schwarz-Roten dagegen standen ziemlich tief in der eigenen Hälfte und es dauerte über 25 Minuten, bis man die erste nennenswerte Torchance dokumentieren konnte. Kurz vor Ende der ersten Halbzeit hatte Matip die Möglichkeit zum 1-0. Er scheiterte an Kirsten und so ging’s 0-0 in die Halbzeitpause.

Unsere Mannen kamen besser aus der Kabine und so sollten uns die ersten Minuten der zweiten Hälfte gehören, allerdings sollte das Spiel wieder etwas abflachen und auch die Elbstädter sollten durch Dedic wieder zum Zug kommen. Immer wieder konnte man auch den Dresdner Anhang in Form von Gesängen oder Böller von draußen hören. Das Spiel ging 0-0 aus. Für uns ein wichtiger Punkt gegen den Abstieg. Eine Glanzparade unserer Elf war es dennoch nicht.

Anzumerken ist noch, dass es wahnsinnig traurig ist, so ein Stadion ohne Fans zu sehen.

Ohne das Herzstück des Vereins.