Angefangen im Schwarzwald durchzieht sie ganze Länder und mündet schließlich im Schwarzen Meer. Sie ist damit der zweitgrößte Strom in Europa: die Donau. Der Fluss, der durch wunderschöne Städte wie Ingolstadt fließt und mehr als „bloß“ ein Gewässer ist. In Bayern gilt die Donau auch als Weißwurschtäquator, von dem nördlich gelegen Menschen unter Barbarei und kulinarischem Notstand leiden müssen. Ingolstadt ist sozusagen der letzte Rückzugsort der bayerischen Küche und damit auch der Weißwurscht. Was sich allerdings an diesem Wochenende zugetragen hat, verschlägt uns den Atem. In nichtsahnender Glückseligkeit schlendert man über den Viktualienmarkt, um entsetzt feststellen zu müssen, dass keine der unfassbar schönen Buden geöffnet hat, abgesehen vom Stand der gemäßigten Alkoholikern und dem Verkäufer osmanischer Fladenbrote. Nichts gegen die Dönerbuden und den Döner, aber wie weit sind wir gekommen, dass wir in IN um 10 Uhr in der Früh zum Konsum von Dürüm und Co. gezwungen werden?! Vollkommen schockiert ging es Richtung Stadion, denn schließlich bleibt zumindest da alles beim Alten.

Eine kleine Choreo gab es zu Beginn des Spiels. Unter dem Motto „Herzblut für unsere Stadt“ zeigten BRC und CF ihre Liebe zur Donaustadt. Herzen und Luftballons wurden im Mittelteil hochgehalten und zwei rote Bahnen als Begrenzung zu den angrenzenden Blöcken hochgezogen. Die dafür eingesetzten Konfettikanonen gingen leider etwas unter, aber im Großen und Ganzen eine ansehnliche Aktion. Ein Dank an die Organisatoren, die mit relativ geringem finanziellem Aufwand ein schönes Kurvenbild boten.

 

Von vielen bereits ausgeblendet, befindet sich der FCI noch mitten im Abstiegskampf, dennoch hätte ein Sieg gegen den Mitkonkurrenten MSV Duisburg für eine Vorentscheidung sorgen können. Zu dem kam es leider nicht, auch weil unsere Abwehr bei einer Standardsituation der Duisburger auf ihre weiße Weste buchstäblich geschissen hat. In der Schlussphase konnte Manuel Schäffler den umjubelten Ausgleichstreffer markieren. Hoffen wir, dass es ein Befreiungsschlag für sein bisher erfolgloses Engagement beim ingolstädter Fussballclub war. Nichtsdestotrotz konnte man unter dem Strich mit dem Ergebnis zufrieden sein. „Ein Warnschuss zur rechten Zeit“ titelte der geliebte Donaukurier mit einem Zitat Ralph Guneschs und traf damit den Nagel auf den Kopf.

Zur Stimmung muss man nicht viele Worte verlieren: Insgesamt im Ordnung, gute Lautstärke, sowohl am Anfang, als auch kurz vor und nach dem Tor, mit standardmäßigen Durchhängern. Teilweise blitzt aber durch, welches Potenzial in der Süd stecken würde, wenn sich wirklich mal jeder den Arsch aufreißen und 100 Prozent geben würde. Jungs und Mädl´s, es geht noch mehr: Die Mannschaft hat es sich in den letzten Wochen verdient, standesgemäß unterstützt zu werden!

Positiv zu erwähnen ist die Menge an (bekannten) Leuten, die sich hinter unserem Wellenbrechern versammelt hat, ohne irgendwelche Freikarten abgestaubt zu haben. Angesprochene Klientel war offensichtlich auf der Gegengerade anzutreffen, so geschlossen besetzt war die Sitzplatztribüne an diesem Tag. 7300 Zuschauer fanden sich insgesamt in den vier Wänden des Sportparks ein, davon ca. 500 Duisburger. Diese überzeugten mit guten Fahnensupport und einer Lautstärke, wie man sie bei vergleichbaren Vereinen nur selten zu hören bekommt. Eine kleine Pyro- Einlage nach dem Tor ihrer Mannschaft rundete einen gelungenen Gastauftritt ab.

Zu guter Letzt bedanken wir uns abermals bei fünf Heidenheimern, die ihr Wochenende wieder einmal nur für Fussball verschwendet haben. ;)

Eine Randnotiz: Italo Mele gratulierte dem ERC zum Einzug in die Playoffs , ähnlich wie Pressesprecher Samwald, der bereits letzte Woche dem ERC im Rahmen der PK vor dem Bochum Spiel viel Glück gewünscht hatte. Lange(r) Rede, kurzer Sinn: An den Vertretern des FC Ingolstadts könnte sich so manch einer ein Beispiel nehmen.

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