Der EM ist es zu verdanken, dass man nicht nur an Wochenenden spielen darf, sondern auch in "englischen Wochen"  Dienstags und Mittwochs ran muss. Ob man dann die zweite Liga schon um 17:30 ansetzen muss sei einmal dahin gestellt. Aber für den Sky-Besitzer garantiert das natürlich einen schönen Wohnzimmer-Abend und maximale TV-Einnahmen für die Liga.

Das "Europapokal-Feeling" wurde noch unterstützt durch die Tatsache, dass wir auswärts zur großen Frankfurter Eintracht fahren durften. Zwei Busse der Schanzer machten sich aus der Donaustadt auf den Weg und im Block waren für unsere Verhältnis und die geniale Terminierung doch gute 100 Leute, was sich sehen lassen kann. Vor dem Spiel ging es für ein Mitglied unserer Gruppe zur Waldtribüne, dem Vorprogramm des Eintracht Museums. Eine nette Aktion und wir bedanken uns an dieser Stelle nochmal für die Gastfreundschaft.

 

Die Anzahl der aktiven Fans von BRC/CF sowie SU/FKS hielt sich im Block etwa die Waage, sodass wir uns folgerichtig entschieden gemeinsam hinter der Südtribüne-Fahne zu supporten. Die rund 60 Schanzer hinter dem Wellenbrecher machten über das ganze Spiel gute Stimmung und wir waren das ein oder andere mal doch sehr gut zu vernehmen. Dass dies möglich war lag vor allem daran, dass die Stimmung der Eintracht-Fans sehr getrübt war aufgrund eines Todesfalls in der Allesfahrer-Szene. Ein herzliches Beileid an dieser Stelle.

Die Vorausetzung für das Spiel Aufstiegskandidat gegen Abstiegskandidat waren klar: Eintracht Favorit und somit auch klar überlegen. Unsere Jungs standen sehr tief und kamen nur sehr selten nach vorne, liesen nach hinten allerdings auch wenig zu - und wenn dann stand mit Rambo Özcan ein derzeit überaus formstarker Keeper im Tor. Somit gings mit 0:0 in die Pause.

DAss irgendwann der Druck auf die Schanzer-Abwehr zu stark werden würde war klar. Nach einem Fehler von Ikeng und guter Vorarbeit von Rode war es dann passiert: 1:0 Frankfurt durch Idrissou in der 49. Minute und erstmal soetwas wie gute Stimmung im Waldstadion. Das Bild nach dieser Führung unverändert, die Eintracht war weiter klar überlegen. Doch unser Trainer Oral brachte offensive Kräfte und es sollte etwas bewirken: Joker Akaichi traf aus dem nichts mit der ersten wirklichen Chance zum natürlich schmeichelhaften 1:1. Was dann folgte war wütendes Anrennen der Heimmannschaft, der jedoch die letzte Konsequenz im Abschluss fehlte. Am Ende standen so zwar 22:4 Torschüsse zu Buche jedoch ein Ergebnis von 1:1, das großen Jubel im Gästeblock verursachte.

Auch wir hatten unseren Teil zum geglückten Abend gegeben und konnten mit einer Serie von nunmehr 13 ungeschlagenen Spielen guten Mutes Richtung Schanz zurück fahren. Dabei dürfen wir aber dennoch nicht vergessen, dass es nur vier Punkte Vorsprung auf auf den Relegationsplatz sind und am Sonntag ein ganz wichtiges Spiel gegen den KSC wartet.

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