Zum ersten Spieltag im heimischen Sportpark gab es einige Neuerungen. Zum ersten präsentierte sich das Kurvenmagazin INamorado in neuem Design, in dem wir zudem eine neue Rubrik einführten. In dieser kann sich ab sofort eine Gruppierung des jeweiligen Gegners vorstellen. Den Anfang machte Ultima Raka, wer sich über diese näher informieren möchte und im Stadion kein Exemplar ergattern konnte, legen wir die Online- Ausgabe ans Herz.

Zum zweiten wurde der Fanstand verlegt, nämlich von unserem ursprünglichen Raum auf einen mobilen Stand am Zaun hinter dem T- Block. Auch dieser wurde erst nach einigem Hin und Her gestattet, aber man kann mit dem Endresultat zufrieden sein, auch wenn es dem nun von Schanzer Bazis okkupierten ehemaligen Fanraum nicht das Wasser reichen kann.

Auch das Kassensystem wurde ausgetauscht- statt mit Bargeld ist von nun an mit der Fankarte zu zahlen. Ob das wirklich als Ausgeburt des modernen Fussballs zu sehen ist, bleibt jedem selbst überlassen, aber es ist aus rein praktischer Sicht durchaus sinnvoll, zumindest für Dauerkartenbesitzer.

Zu guter Letzt dürfen wir auch zwei neue Gruppen bei uns auf der Süd begrüßen. Die Gruppierung „Wild Rebelz“ wird sich ab sofort hinter unserem Wellenbrecher positionieren, wohingegen der Fanclub „Die XII. Legion“ ihrem Platz im hinterem Teil des V- Blocks einnimmt. Herzlichen Willkommen und wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit euch!

Kommen wir zum Kerngeschäft:

Für die Mitglieder der SU ging es an diesem Tag bereits früh los, schließlich hatten sie sich mit einer Choreo über die komplette Südtribüne angekündigt. Zum Einlauf der Mannschaften wurden dann an den Seiten schwarz- rote Bahnen und in der Mitte das Vereinswappen hochgezogen, in den Freiräumen um das Logo wurden schwarz-rot-weiße Fahnen geschwenkt. Ein Dank geht an die Organisatoren der Supporters, die in den letzten Tagen aufgrund ihres Zeitplans noch ordentlich ins Schwitzen gekommen sind.
Der Support von unserer Seite startete gut in die Saison, erlebte in der ersten Halbzeit nahezu keinen Durchhänger und auch kompliziertere Liedtexte werden mittlerweile von allen Ecken angestimmt und mitgesungen. Darauf lässt sich auf jeden Fall aufbauen, gleiches gilt beim gezeigten Fahneneinsatz. In der zweiten Halbzeit fehlte es leider etwas an Ausdauer und wir konnten nicht an die erste Hälfte anknüpfen.

Zugegeben, die gute Stimmung war definitiv dem Spiel geschuldet, in dem Stefan Leitl nach zwei Toren in den ersten 30 Minuten eigentlich keinen Zweifel daran ließ, wer heute als Sieger vom Platz gehen würde. Aber sicher ist, dass nichts sicher ist (erst recht nicht in Ingolstadt) und so ließ Sanogo den ersten Heimsieg der Saison durch zwei Tore ins Wasser fallen. Sicherlich ärgerlich, aber am Anfang der Saison sicher noch zu verkraften.

Obwohl sie zahlenmäßig nicht schlecht vertreten gewesen wären, hörte man von Cottbus nur wenig. Der für sie negative Spielverlauf gab ihnen wohl den Rest, weshalb sie erst nach dem 2:1 ihren Support wieder aufnahmen und das Unentschieden durch beherzte Anfeuerung doch noch erzwangen.

Zu Beginn der zweiten Hälfte zeigte BRC das Spruchband „Fankultur lässt sich nicht in Worte fassen - Gegen den Kodex“, welches auf den unsäglichen Umgang des DFB und seinen Vereinen mit der Fankultur anspielt. Im Rahmen des Sicherheitsgipfels in Berlin durfte so ziemlich jeder mitreden, Polizisten, Politiker oder Offizielle, wie die deutsche Fankultur zu sein hat und was nicht dazu gehört. Nicht eingeladen waren dabei Fanvertreter. Es ist unerklärlich, wie Personengruppen, die fernab der Fanrealität leben, darüber richten können, was das Leben eines „echten Fans“ ausmacht, ohne auch nur einen tatsächlichen Vertreter (etwa von ProFans) zu befragen und ihn in die Diskussion miteinzubeziehen.

Abgesehen davon ist eine Fanszene und ihre Kultur eine derart heterogene Masse an Menschen, die es unmöglich macht, diese Form des Zusammenseins genauer zu definieren und in Worte zu fassen, da diese schlicht und ergreifend den Rahmen sprengen würde. Dem, der nicht das Gefühl kennt, in der Kurve zu stehen und seinen Verein zu unterstützen, wird es unmöglich sein, die Fankultur zu beschreiben und sollte es folgerichtig auch nicht unternehmen.


Nach dem Spiel stand noch das gemeinsame Saisoneröffnungsgrillen auf dem Programm, mit dem wir den Tag bei Bier und Fleisch ausklingen ließen.

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