Nach der Länderspielpause am vergangen Wochenende ging es am Freitagabend für den FCI gegen Union Berlin. Die DFL hatte wieder Köpfchen bewiesen und die "Eisernen" den gut 500km langen Anreiseweg zur fanfreundlichsten Anstoßzeit beschert. Rund 500 Gäste dürften es dennoch allemal gewesen sein im mit 5200 Zuschauern sehr mäßig gefüllten Sportpark.

Sportlich war die Marschrichtung nach dem 3:1-Erfolg in Paderborn klar: Die selbe Anfangself sollte es gegen die noch sieglosen Unioner richten und die Punkte in Ingolstadt behalten. Beide Teams begannen verhaltend und Chancen sollten in dieser Partie Mangelware bleiben. Es sollte statt einem Fußballfeuerwerk ein anderes Highlight sein, das die Südtribüne in Ektase versetzte: Eine Leitl-Hände-hoch-auf-den-kurzen-Pfosten-Ecke sollte tatsächlich zu einem Torerfolg führen. Wie der ein oder andere Liveticker richtig erkannte ("Diese Variante scheint einstudiert") war es nach dem gefühlt 1000. Versuch das erste mal, dass daraus ein Tor resultierte und Mijatovic zum 1:0 einköpfen konnte. Die gut gestartete Stimmung auf der Südtribüne erlebte einen vorläufigen Höhepunkt, denn im Anschluss an die Führung zogen sich die Schwarz-Roten immer mehr zurück und trotz Vorsprung war nur noch den wenigsten zum singen zu Mute. Der Gästemob hingegen feuerte seine Mannschaft  kontinuierlich gut an und wurde fünf Minuten vor der Pause durch Jopeks Ausgleich belohnt. 1:1 der Pausenstand.

 

Sowohl Mannschaft als auch die Fans gingen mit veränderter Einstellung in die zweite Hälfte und der Support bei so manchem Lied wieder richtig gut. Während die wenigen Chancen auf beiden Seiten vergeben wurden versuchte man vor allem in der Schlussphase die Jungs doch noch zum Sieg zu schreien. Die Heimfans hatten beim Kopfball von Schäffler schon den Torschrei auf den Lippen, doch Haas konnte noch parieren. Der Union-Keeper musste aber in der Nachspielzeit dennoch hinter sich greifen. Nach einem Abwehrfehler kam Joker Schäffler nochmals zum Abschluss und netzte zum 2:1-Siegtreffer ein. Für solche Momente ist der Fußball so einzigartig und unbeschreibbar! Die späte Revanche für den späten Ausgleichtreffer der Vorsaison (3:3) und gleichzeitig die Besiegelung eines gelungenen Saisonstarts mit 8 Punkten aus 5 Spielen.

Der Torschütze war nach dem Spiel der umjubelte Mann auf der Südtribüne. Ohne jegliche Feierlaune zu trüben oder jemandem zu nahe zu treten dennoch ein kleiner Denkanstoß: Wie kann es sein, dass ein einzelner Spieler ALLEINE ohne den Rest des Teams eine Humba anstimmt obwohl die Mannschaft als Ganzes diesen Sieg erzwungen hat? Vor allem wenn man bedenkt, dass dieser Spieler seit einem halben Jahr im Verein ist und in dieser Zeit auch bei den Fans nicht ganz ohne Kritik war.

Was solls - Sieg bleibt Sieg! Heile Welt in Ingolstadt, wer hätte das noch vor 2 Wochen gedacht?

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