Es war Zeit für die Revanche für das genauso bittere wie unnötige Pokal- Aus in der ersten Runde des DFB- Pokals. Damals war ordentlich Feuer unter'm Dach, Spieler müssten sich am Zaun beleidigen lassen und teilten teilweise selbst aus, mussten sich rechtfertigen für die schlechte Leistung. Eine Woche später gegen den FSV Frankfurt forderten bereits die ersten den Ex-Trainer Benno Möhlmann zurück. Hitzige Diskussionen über die Unfähigkeit der Mannschaft waren die Folge - mittlerweile alles vergeben und vergessen - HUMBA HUMBA TÄTÄRÄ und so. Auch immer dasselbe, typisch Ingolstadt, aber darauf will ich jetzt nicht näher eingehen.

Kommen wir zum Spiel- nur knapp 5500 Zuschauer und dennoch war es im Bereich hinter unserem Wellenbrecher ordentlich eng. Zum Einlauf wurde am Zaun das Spruchband „Fussball lebt durch seine Fans“ angebracht. Ein Spruch, der unserer Ansicht nach die meisten den Fan betreffenden Fehlentwicklungen beim DFB und der DFL kommentiert, auch wenn er auf den ersten Blick wie eine inhaltsleere Floskel daherkommt. Dazu viele neue Fahnen, die zeigen sollen, was die Fankultur beim Fußball so einzigartig macht und den Fußball von anderen Sportarten unterscheidet.

Leider sieht die DFL die Fankultur nicht ganz so bedroht als die Sicherheit im Stadion - der im Papier „Sicheres Stadion“ erarbeitete Vorschlag, Vereinen sollen mit ihren Gruppen Vereinbarungen festhalten, die die Ablehnung von Gewalt, Rassismus und Pyrotechnik beinhalten soll, sollte daher von unserer Seite auch noch einmal per Spruchband kritisiert werden, da ein solcher Kodex die Fankultur massiv einschränken und bedrohen würde. „Auflehnendes Verhalten wird zur Pflicht, wenn Unrecht zum Kodex wird!“ (SU) und „Stell dir vor, es gibt ´nen Kodex und keiner unterschreibt...“ (BRC) war der Inhalt der beiden Spruchbänder zu diesem Thema. Unter der Woche fanden bereits erste, positive Gespräche statt. Die Zukunft wird zeigen, wie sehr sich die DFL gegen die Forderungen von vielen Fans und Vereinen wehren kann und wie ergebnisoffen eine Diskussion mit der DFL sein kann. Selbstverständlich halten wir euch auf dem Laufenden! Wer sich etwas genauer mit dem Thema auseinandersetzen will, bemühe das Internet oder den Artikel von 11Freunde, der in der INamorado an diesem Tag abgedruckt wurde. Dort wurde genug geschrieben, eine Beschreibung in diesem Bericht würde den Rahmen sprengen.


Mit dem Spruchband „Habt ihr es noch nicht kapiert, dass auf der Ostalb der FCH regiert?“ leisteten wir uns einen kleinen Seitenhieb auf die Gästefans, die eine enge Feindschaft mit unseren Freunden von den Hellenstein Supporters pflegen und somit an das letzte Duell in der dritten Liga erinnert werden sollten. Schöne Grüße an dieser Stelle!
Damit sind wir auch schon bei den schwarz- weißen Aalener im Block G. Insgesamt muss man ohne Neid anerkennen, dass sich ein ordentlicher Mob von ca. 250 Leuten nach Ingolstadt aufmachte. Für einen Freitagabend also vollkommen in Ordnung. Akustisch nicht wirklich zu vernehmen (natürlich auch schwierig zu beurteilen), optisch engstehend, gutem Fahneneinsatz - Aalen gab zugebenermaßen keine schlechte Figur ab.
Auf der eigenen Seite ein überdurchschnittlich guter (Fahnen-) Support, einer der besten der bisherigen Saison. Es ist also auf keinen Fall die Masse, die einen guten Support ausmacht. Akkustisch konnte man erst nach der Führung von "überdurchschnittlich" sprechen.


Zur Halbzeit stand es 0:0, ehe uns Pascal Groß mit dem 1:0 beglückte und Edeljoker Manu Schäffler kurz vor Schluss mit einem genialen Lupfer den 2:0- Endstand herstellte. Damit war die Revanche geglückt und vor allem für den unermüdlichen Kämpfer und Läufer Pascal Groß darf man sich besonders freuen. Das Spiel war trotzdem nicht das Gelbe vom Ei, wenigen Chancen, aber man soll nicht immer nach dem Haar in der Suppe suchen, schließlich sprang man damit auf den 5. Tabellenplatz. Zeit für die am Anfang angesprochene Euphorie!
Ja man, Fünfter!
Voll geil!
Wenn wir heuer nicht aufsteigen, na dann…!
Gebt mir ein H…..! Gebt mir ein U…! (…)

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