Sonntagmorgen gewohntes Spiel – 4:45 Uhr - der Wecker klingelt. Aber anders als unter der Woche kann man sich fast einmal wieder auf das nervige Gebimmel des Weckdienstes freuen. Ingolstadt auswärts war angesagt. Am heutigen Tag sollten sich zwei Busse und zahlreiche Einzelfahrer zum Bundesligaabsteiger nach Nordrhein-Westfalen aufmachen. Im Bus konnten wir dann bereits die ersten T-Shirts für unsere Aktion in Köln verkaufen. Rückblickend konnte man mit der Aktion zufrieden sein, wenn man bedenkt, dass wir erst 20 Minuten vor Anpfiff am Parkplatz in Köln ankamen und so fast keine Zeit mehr hatten weitere T-Shirts im Block zu verteilen.

Letztendlich werden es knapp 80 Ingolstädter gewesen sein, die das 12doppelpunkt12 Logo auf der Brust trugen. Die Aktionsspieltage gegen das DFL-Papier gehen in die entscheidende Phase. Die Aktiven der deutschen Szenen versuchen auf die Inhaltsproblematik des Konzepts aufmerksam zu machen. So sollte an dem 17.Spieltag zum 2. Mal die ersten 12 Minuten und 12 Sekunden geschwiegen werden. Wieder stand man im Stadion und ein Gefühl zwischen Kotzen, Gänsehaut und der Angst, dass es in Zukunft wirklich so sein könnte machte sich breit. Im Gästesektor konnte man neben dem obligatorischen „Ohne Stimme – Keine Stimmung“ Banner noch zwei Spruchbänder erblicken: „Der 12.12. könnte das Ende der Fankultur sein – DFL Papier ablehnen!“. Auf der Gegenseite wurde zur Fandemo am 08.12. aufgerufen und es prangte ebenfalls ein Spruchband am Zaun: „Soll so die Zukunft aussehen?? DFL Papier ablehnen!“. Nach den besagten 12 Minuten erschienen wie aus dem Nichts gefühlte 1000 große Schwenkfahnen im Kölner Stehplatzbereich außerdem Luftballons und Schnipsel. Machte alles in allem ein gutes Bild. Unser Block war dauerhaft in Bewegung, konnte man von – für unsere Verhältnisse – ansehnlichen Auftritt sprechen.

 


Unser FCI stellte sich im ersten Durchgang durchaus nicht blöd an. Unsere Schwarz Roten machten hinten alles dicht und hin und wieder gelang sogar ein Angriff auf die Geißböcke. Konnte man vom Donaustadtclub vielleicht sogar von der offensiv-gefährlicheren Mannschaft sprechen. Chancen wurden liegengelassen und so durfte man sich in der 45. Minute nicht über das 1-0 der Rot-Weißen beklagen. Die Pause wurde genutzt, um die Kölner „Spezialitäten“ durchzuprobieren. Aber weder Currywurst noch „FC-Burger“ (Fleischpflanzerl in da Semmel) konnte überzeugen. Für a Hoibe alkoholfreies Bier wurden 3,80 Euro fällig. In der zweiten Hälfte konnte man nicht wirklich eine einzige wirkliche Torchance unserer Schwarz-Roten verzeichnen. Es blieb beim 1-0 für die Kölner und bei 24 Punkten auf unserem Konto. Nach dem letzten Hinrunden Spieltag finden wir uns sozusagen auf Platz 9 der Tabelle wieder. Wenn wir 17 Spieltage weiter wären könnte ich den Tabellenplatz sehr begrüßen! Aber bis Mai haben wir noch einen langen Weg vor uns. Wir sollten nicht vergessen wie schnell man wieder in den Abstiegskampf rutschen kann. Jedem Schanzer sollte sich schließlich unsere erste Zweitligasaison noch vor Augen halten.
6 Stunden Heimfahrt lagen vor uns, die allerdings mit der Sektion Allesfahrer ziemlich schnell vorbeiging. In diesem Sinne mal wieder ein Dank an alle Beteiligten & auf nach Cottbus zum letzten Auswärtsspiel des Jahres!

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