Fast auf die Minute genau 1200 Stunden waren vergangen seit Jochen Drees das letzte Spiel unseres FCI im Kalenderjahr 2012 abgepfiffen hatte. 1200 Stunden Zeit, sich um die ganzen anderen Angelegenheiten zu kümmern oder sich spätestens nach einer berauschenden Silvesternacht sehnsüchtig nach dem nächsten Punktspiel des Heimatvereins zu sehnen. Die Spiele der zweiten Bundesliga starteten erst zwei Wochen später als die des Oberhauses und so wuchs die Vorfreunde Stück für Stück darauf, nach in der Winterpause abgeschlossenem 12:12-Protest wieder ab der ersten Minute Vollgas zu geben!

Genau recht dazu sollte das erste Spiel 2013 in Frankfurt-Bornheim anstehen: Nicht zu weit weg, sportlich machbar – wahrscheinlich die Hauptgründe weshalb gleich zwei Busse und etliche Privat- und Zugfahrer die Reise in die Bankenmetropole antraten. Für andere vielleicht selbstverständlich aber das ist es für uns schon lange nicht mehr. Hoffen wir, dass die Auswärtsvorsätze von einigen noch etwas länger halten. Im Stadion werden wohl ca. 150 Schanzer gewesen sein, sodass der FSV Frankfurt doch noch die 3.000.-Marke knackte. In der Heimkurve war nach dem über ein Jahr andauernden Gruppenverbot die Sensless Crew wieder aktiv, sodass die Südtribüne um die Pugnatores ein ums andere mal zu vernehmen war. Letztere zeigte zwei Spruchbänder zur ACU-Auflösung in Aachen. Die Hintergründe wurden dabei im Infozine „Richard“ erläutert, das im übrigen sehr gelungen ist.

 

Nach Fahnenverbot im vergangen Jahr war dieses mal wieder alles erlaubt und Tifo-Einsatz zumindest im ersten Durchgang ganz akzeptabel. Akustisch starteten wir stark ließen wie so oft aber auch stark nach und bald war nur noch unsere Gruppe mit Umkreis am singen während andere scheinbar ohnehin nur zum pöbeln ins Stadion gehen.

Sportlich musste unser Fußballclub mit dem 0:0 Pausenstand definitiv zufrieden sein, hatten doch die Schwarz-Blauen im ersten Durchgang die klareren Torchancen und Rambo Özcan konnte froh sein, dass er einen versprungenen Rückpass von Schäfer noch von der Torlinie kratzen konnte. Offensiv zeigten sich Mo Hartmann und Kalle Lappe zwar engagiert als Vertreter der verletzten Eigler und Schäffler aber (noch) ohne die nötige Durchschlagskraft.

Das sollte sich im zweiten Spielabschnitt jedoch ändern. Nach einer Schrecksekunde als Verhoek die Querlatte traf war es ausgerechnet Lappe, der gegen seinen Ex-Trainer, der ihm die Chance im Profiteam verweigerte zum 1:0 für Schwarz-Rot traf! Die Beteiligung an Gesängen im Gästeblock änderte sich schlagartig und war gerade wieder am verflachen als Caiuby einen Freistoß nach verrücktem Trick zum 2:0 verwandelte. Allen Spott den wir nach Versuch eins dieser Variante vor über einem Jahr gegen 60 München ausgeteilt haben nehmen wir an dieser Stelle natürlich wieder zurück.

Die letzten 20 Minuten war noch feiern angesagt, auch der Klassiker „Superschanzer Olé“ kann nach so einer langen Winterpause mit perfektem Auftakt wieder wunderschön sein. Die Mannschaft lies auf dem Platz nix mehr anbrennen, kam danach zum Block und lies sich und allen voran Publikumsliebling Karl-Heinz Lappe feiern. Nach sechs sieglosen Spielen vor der Winterpause ist der FCI also wieder da und auf dem besten Weg zum vorzeitigen Klassenerhalt!

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