Auftakt in den Freitags-April, in dem für unseren FCI vier Freitagsspiele anstehen, war die Auswärtsfahrt zu Ostwürttembergs zweitbestem Fußballverein, dem VfR Aalen, das gleichzeitig ein Nachbarschaftsduell in der Tabelle der zweiten Liga werden sollte. Die Schwarz-Weißen noch ohne Sieg in 2013, der FCI mit zuletzt zwei Niederlagen – ein richtungsweisendes Spiel für beide Teams.

Aufgrund von Ferien wurden trotz des Freitagstermins zwei Busse voll, dazu kamen etliche Autofahrer, sodass man mit den rund 250 Gästefans zufrieden sein kann. Die Heimseite verteilte ein paar Tausend Freikarten für Schaulustige, die einen Heiratsantrag in der Halbzeitpause beklatschen durften.

 

Die „Gastfreundschaft“ wurde im Gästeblock recht schnell deutlich, wenn man sich die Wellenbrecher genauer anschaute. Die Metallstangen, die eigentlich zu Sicherheitszwecken angebracht sind wurden vom Heimverein mit irgendeiner widerlichen Schmier-Creme eingeschmiert – das werden wir sicherlich nicht so schnell vergessen.

Die Schanzer, die sich trotz des unterirdischen Heimauftritts vor Wochenfrist dennoch nach Aalen trauten verteilten sich – typisch Ingolstadt – im Gästeblock, sodass mal wieder nur der Supportkern von ca 50 Leuten gesammelt stand und optisch nicht allzu viel hergab. Zum Einlauf holten wir dabei das Banner „Arsch aufreißen“ aus der Vorsaison wieder raus – war bei den gezeigten Leistungen einfach mal wieder passend. Unterlegt wurde das ganze durch die Reste des Klopapiers, das zuvor zum sauber machen der Wellenbrecher benutzt wurde.

Sportlich kann man sagen, dass die Jungs in schwarz-rot zumindest verbessert gegenüber der Vorwoche agierten und deutlich mehr Wille und Kampfgeist an den Tag legten. Unglücklich, dass Rückkehrer Ralf Gunesch mit einem Stolperer das 1:0 für die Hausherren einleitete. Den verdienten Ausgleich vor der Pause erzielte Topscorer Caiuby per Foulelfmeter, bei dem Keeper Bernhardt eigentlich noch hätte Rot sehen müssen.

Nach der Pause waren unsere Schanzer die engagiertere Mannschaft, allerdings verpasste Caiuby leichtfertig, ehe es auch für den VfR Elfmeter nach zumindest fragwürdiger Situation von Da Costa gegen Buballa gab. Reichwein verwandelte zum schmeichelhaften 2:1. Anschließend übertraf sich Schiri Christ selbst, als er erst auf den dritten Elfer der Partie entschied, sich es dann aber doch fälschlicherweise anders überlegte und ein offensichtliches Handspiel außerhalb des Strafraums legte und auch bei zwei weiteren Situationen im Nachgang nicht zu unseren Gunsten entschied, sodass es beim unglücklichen 1:2 blieb.

Alles in allem muss man sagen, dass diese Partie definitiv anders hätte enden können, aber natürlich nicht nur die Schuld beim (Un)parteiischen gesucht werden darf, schließlich haben es unsere Jungs wieder versäumt aus dem Spiel heraus zu zwingenden Chancen und Toren zu kommen. Die Stimmung im Gästeblock vor allem aufgrund der aufgeheizten Atmosphäre in der Schlussphase ganz akzeptabel aber ausbaufähig. Die Heimseite konnte sich eigentlich nur bei Wechselgesängen mit der Haupttribüne vernehmbar machen und war wieder mal ganz groß im Pöbeln gegen unsere Heidenheimer Freunde, für deren Besuch wir uns an dieser Stelle nochmals herzlich bedanken.

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