Nur eine Woche nach dem Unentschieden bei bestem Fußballwetter gegen die Hertha hatte der Fußballwetter-Gott alle guten Vorsätze schon wieder über Bord geschmissen und so traf es sich natürlich optimal, dass er alle Himmelspforten genau dann öffnete als es für uns zu einem der wenigen verbliebenen Stadien mit unüberdachten Gästeblöcken ging. Rechtzeitig zum Donau-Derby in REGENsburg schüttete es wie aus Eimern und alle Hoffnungen auf einen übermäßig gefüllten Gästeblock konnte man nach der Ansetzung auf Freitag bei diesem Wetter damit begraben.

Die aktive Szene fuhr geschlossen mit dem Zug in die Oberpfalz und begab sich zielstrebig zu Fuß ohne Zwischenfälle in den Gästeblock, in dem sich an diesem Tag rund 700-800 Schanzer versammeln sollten. Zum Intro gab es ein eine gemeinsame Choreo mit schwarz-roten Fahnen und dem Banner „Ingolstadt an der Donau“, das von einer netten Pyro-Aktion der Supporters unterlegt wurde. Hierbei wollen wir uns ausdrücklich von dem Werfen von Bengal-Fackeln distanzieren.

 

Die Heimseite boykottierte offensichtlich den Support wobei aber den meisten selbst nicht klar zu sein schien, was der genaue Grund dafür war. Einem Forum ist zu entnehmen, dass damit den Gästen klar gemacht werden sollte, dass dieses Spiel in keinem Fall ein Derby ist. Ich will an dieser Stelle nicht darüber diskutieren, ob ein Vergleich zweier Städte, die gute 50 km Luftlinie trennen ein Derby ist oder nicht aber mehr Beachtung als einen Boykott in der so gut wie letzten Chance auf den Klassenerhalt in einem Heimspiel gegen einen seit vier Spielen sieglosen mittelmäßigen Zweitligisten kann man kaum einem Gästeblock schenken. Wie auch immer: Heimseite also nur mit Zaunfahnen und einigen winkenden Menschen und ein gut aufgelegter Gästeblock, bei dem die Mitmachquote überraschender Weise durchgehend sehr hoch war.

Wie bereits erwähnt stand der SSV Jahn sportlich mit dem Rücken zur Wand und nach bereits einigen unglücklichen Punktverlusten in dieser Saison sollte auch in dieser ausgeglichenen Partie das Glück nicht mit der Jahnelf sein, sodass unsere Jungs glücklich aber auch ihrerseits kämpferisch verdient mit 2:1 als Sieger vom Platz gingen. Tore schossen dabei die beiden bisher oft glücklosen Mittelfeldmänner Ümit Korkmaz und Florian Heller – auf der Gegenseite traf Sembolo zum zwischenzeitlichen Ausgleich.

Regennass aber glücklich aufgrund des zweiten (Nicht-)Derbysiegs der Saison ging’s also zurück in die Donaustadt. Durch die drei Punkte sind wir mit 39 Zählern ganz nah am Saisonziel und die letzten Zweifel am Klassenerhalt sollten hiermit beseitigt sein. Alles was jetzt kommt ist Zugabe für eine Saison, in der wir uns im Unterhaus etabliert haben!

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