Die offizielle Zuschauerzahl wird präsentiert blablabla – knapp unter 10.000 Zuschauer auch beim Heimspiel gegen die Löwen aus Braunschweig. „Traurig“ titelt es eine gute Bekannte von mir. „Das war in Ingolstadt schon immer so! Gibt es etwas zu sehen, dann rennen sie alle ins Stadion!“ – und dann gibt es Heimspiele gegen Paderborn im Winter da schaffen es gerade mal knapp unter 4.000 Zuschauer in den Sportpark.

Wie auch immer - lassen wir das mal so stehen und freuen uns über die überdurchschnittliche Zuschauerzahl, die natürlich einen besonderen Hintergrund hatte: Ein Blick über die Piazza vorm Stadion und man sah nur eines – Gelb. Niedersachsen in sonnengelben Mottoshirts. Auch wenn man einen Blick in den Norden wagte, sollte sich der Farbton vor dem Auge nicht ändern. Es war ja auch der Aufstieg – im Falle einer Niederlage unseres FCI – für den BTSV erreicht. Notiz an mich selbst: 3.000 Braunschweiger, die unseren Ordnungsdienst gut in Bewegung hielten. Die Gästechoreo wurde dabei von seiten der örtlichen Polizeit verboten, ebenso wie ein Platzsturm im Erfolgsfall.

 

Die erste Halbzeit war ziemlich ausgeglichen. Mit ein bisschen mehr Ballbesitz in den Reihen des FCI. Chancen zeichneten sich auf beiden Seiten ab. Der Braunschweiger Anhang siegessicher anfangs mit nahezu 100%er Mitmachquote. Je länger das Spiel allerdings dauerte, desto mehr nahm diese ab und desto mehr kam unser FCI in Fahrt, desto mehr bissen sie sich ins Spiel. Die letzten Minuten der regulären Spielzeit brachen schon an – Korkmaz versuchte sein Glück mit einem Linksschuss. Unhaltbar abgefälscht für Keeper Petkovic. Dachte man – wollte man schon Jubeln. Aber es wäre schon zu schön gewesen, den ersten Sieg gegen die Braunschweiger in der Vereinsgeschichte zu feiern.

Und dann war sie wieder da - diese „Zeitlupensituation“. –Nachspielzeit, Schiri Petersen pfeift zum Freistoß, Vrancic schnappt sich denn Ball und . . . Tor. Ausrasten im Norden - geiler kann man kaum aufsteigen. Eine gewisse Ernüchterung auf der Süd, war es nach einem guten Spiel unsers Fußballclubs nicht mit anzusehen, wie die anderen ihren Aufstieg feierten. Das Spiel endete, wie unser Spiel gegen den BTSV eben fast immer enden: Mit einer Niederlage. Aber das macht ja nichts, denn es ging ja schließlich, wie Aufsichtsratvorsitzender Dr. Dreves in der Pause feststellte, gegen einen befreundeten Verein: gut zu wissen - zumindest uns war das neu. Aber wir stecken da auch nicht so drin...

Der Anständigkeit halber kann man der Eintracht an dieser Stelle noch zum Aufstieg gratulieren: sportlich eine konstante starke Saison gespielt und als Mannschafts-Kollektiv verdient aufgestiegen.

Sachen eingepackt, einige unserer Gruppe gingen noch Grillen. Samstag geht’s weiter. Gegen Sandhausen. Und wer weiß – vielleicht steht dann schon der zweite Absteiger nach Regensburg fest.

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