Vorletzte Auswärtsfahrt des Jahres: Sandhausen. Hätte man nur zu gern mit einem eigenen Sieg das Dorf wieder in Liga drei geschossen, war allerdings aufgrund des Dresdner Siegs im Freitagspiel bereits klar, dass der Badener Aufsteiger neben dem SSV Jahn als 2. Absteiger feststehen würde. Der Fanrat hatte für dieses Spiel Busse organisiert und man erhoffte sich dadurch vor allem durch die vergünstigten Preise ein größere Anzahl an jungen Mitfahrern, was sehr gut gelang. Die beiden Busse waren restlos ausverkauft und die Fahrt ins Kuhkaff inklusive Parkmöglichkeit auf einem durchgeweichten Acker eine wahre Freude. Regnet es sonst ja eigentlich nie bei unseren Auswärtsspielen, durfte man nach Regensburg nun auch in Sandhausen unter freiem Himmel bei Regen das Spiel verfolgen. Man kann sich schon auf das letzte Auswärtsspiel der Saison in Aue im ebenfalls unüberdachten Gästeblock freuen.

Die aktive Szene platzierte sich hinter der "Ingolstadt an der Donau"-Fahne und präsentierte zum Intro die passenden Mottoschals des Tages. Bis man die Heimfanszene ausgemacht hatte vergingen einige Minuten, bis diese im letzten Eck der Sitzplatztribüne (wer braucht schon Stehplätze..) auffielen. Da das erste was man von den ca. 20 düsteren Gestalten hörte irgendwelche "Lutscher"-Gesänge waren, war schnell klar auf welchem geistigen Niveau man sich heute bewegen würde und machte sich einige Male den Spaß daraus zuzusehen wie die Jungs nach jeder Provokation von ihren Plätzen aufsprangen (Steht auf wenn ihr Sand-Häuser seid..)

 

Sportlich wie eingangs erwähnt der SVS bereits abgestiegen, wodurch auch die Rekordkulisse von 2800 Zuschauern zustande kam. Der FCI hatte vor dem Spiel groß angekündigt noch einmal alles geben zu wollen und mit einem Sieg das Saisonziel von 40 Punkten zu erreichen und letzte Zweifel am Klassenerhalt zu beseitigen. Davon war über die gesamten 90 Minuten kaum etwas zu sehen. Bereits nach 7 Minuten geriet die Elf von Tomas Oral durch ein Tor von Adler ins Hintertreffen und hätte sich nicht beschweren müssen, wenn die Schwarz-Weißen vor der Pause noch ein oder zwei Tore mehr erzielt hätten. Etwas glücklich somit der Ausgleichstreffer von Christian Eigler, der zurück nach Denkpause wieder in der ersten Elf spielte. Die an dieses Tor anschließende Überlegenheit unserer Jungs war nicht von Erfolg gekrönt, sodass es mit dem Unentschieden in die Halbzeit ging. Stimmungstechnisch war das Spiel sicherlich nicht unser bestes, aber um das Auswärtsspiel zum Heimspiel zu machen reichte es allemal.

In Halbzeit zwei erwartete man eigentlich einen Sturmlauf des FCI, um das Spiel zu drehen und das versprochene Saisonziel klar zu machen - doch das Gegenteil geschah: Wooten netzte nach knapp einer Stunde zum 2:1 für den SVS ein. Zwar brachte Oral mit Lappe und Schäffler zwei weitere Stürmer, doch außer einer hochkarätigen Chance für ersteren sprang nichts mehr heraus. In der 83. erzielte Wooten mit seinem zweiten Treffer schließlich die Entscheidung zugunsten der Gastgeber, sodass unser FCI weiterhin bei 39 Punkten steht und langsam aber sicher den Blick nach unten werfen kann.

Klar, kann man mal einen schlechten Tag erwischen und klar ist auch, dass die nun zum hundertsten Mal angestoßene Trainer-Diskussion vollkommen fehl am Platz ist. Dennoch ist es eine Frage der Einstellung, der Professionalität und der Ehre diese Saison ordentlich zu Ende zu spielen und die Qualität, die dieses Team ohne Frage hat auf den Platz zu bringen. Es macht ein ums andere Mal den Eindruck als seien nicht 11 Mann auf dem Rasen, die bereit sind 110% Leistung zu bringen. Es bleibt nun zu hoffen, dass dieser Schuss nicht nach hinten los geht und durch einen Sieg in Aue die allerletzten Abstiegssorgen beseitigt werden. Ihr habt es selbst in der Hand: Zeigt endlich was ihr könnt!

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