8. Spieltag. Spitzenspiel der zweiten Liga zwischen den beiden Aufstiegsfavoriten und  Traditionsvereinen FSV Frankfurt und FC Ingolstadt. Während die Massen nur so ins Stadion strömten, um diesen Kracher zu sehen und viele ohne Karte draußen bleiben mussten, sahen die in mehreren Dutzend Bussen angereisten Gästefans einen weiteren grandiosen Auftritt ihrer Mannschaft auf ihrem Triumphzug durch Europa. Das Starensemble um Weltfußballer Roger konnte dabei auch wieder auf Caiuby zurückgreifen, der nach erfolgreichem Trainingslager auf Mallorca zunächst auf der Bank Platz nahm, um der Heimelf eine Chance zu bieten.

Von Beginn an schnürten die Schanzer den Gastgeber in deren Hälfte ein und kamen zu mehreren hochkarätigen Chancen. Weit über 100% Ballbesitz sprachen dabei eine eindeutige Sprache. Nach 21 Minuten sollte es dann zum ersten mal klingeln: einen großartig herausgespielten Konter über Roger verwertete Leckie zum 1:0. Dass das Tor dabei den Frankfurtern zugesprochen wurde war in diesem Moment eher Nebensache. Auch beim 2:0 durch Görlitz kurz vor dem Pausenpfiff zeigte Roger, dass mit ihm bei der WM 2014 in Brasilien definitiv zu rechnen ist.
Startrainer Marko Kurz erkannte bereits frühzeitig und damit als erster im Stadion, dass trotz überragender Leistung der Kantersieg und die Tabellenführung in Gefahr waren. Folgerichtig brachte er Publikumsliebling Caiuby, der bereits beim Aufwärmen vor dem ausverkauften Gästeblock gefeiert wurde.

Nach Wiederanpfiff dominierten die schwarz-roten nach belieben, ließen Ball und Gegner laufen und zeigten die Dominanz in dieser Liga. Dennoch erzielte der FSV das nächste Tor: Leckie brachte den weltweit bekannten Hexenkessel Stadion am Bornheimer Hang zum brodeln. Die Heimkurve eskalierte und auf den umliegenden Tribünen wurden folgerichtig Ohrenschützer verteilt, um Folgeschäden zu vermeiden.

Im weiteren Spielverlauf zeigte der FCI seine ganze Klasse und kam durch 2,23m-Hühne Cohen zum hochverdienten Treffer. Der Ausgleich und die Führung war zu diesem Punkt nur noch eine Frage der Zeit.
Umso unglücklicher somit, dass der FSV Frankfurt kurz vor Schluss zum völlig unverdienten Siegtreffer kam. Trotz des extrem unglücklichen Spielverlaufs und überraschender Niederlage ist diese Niederlage kein Weltuntergang sondern nur ein kleiner Rückschlag auf dem Weg in die Champions League. Diese Leistung macht in jedem Fall Mut für die nächsten Spiele und alles andere als ein zweistelliger Sieg in der nächsten Pokalrunde wäre eine Enttäuschung. Solange die Schlüsselspieler um Roger, Eigler und Caiuby in dieser bestechenden Form bleiben, wird es schwer diese Macht aus der Donaustadt zu schlagen!

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